Gunhild Jenewein 30.8.1951 – 6.9.2018

Gunhild Jenewein
30.8.1951 (Innsbruck) – 6.9.2018 (Rom)

Das Österreichische Historische Institut in Rom trauert um Gunhild Jenewein, die am 6. September 2018 nach langer schwerer Krankheit von uns gegangen ist.

G. Jenewein hat 1969–1979 an der Universität Innsbruck klassische Archäologie studiert. 1979 promovierte sie mit einer Dissertation zum Thema “Bauornamentik und Skulpturenfragmente aus Rom in der Originalsammlung des archäologischen Instituts der Universität Innsbruck”. Ersten Kontakt mit Ausgrabungsstätten in Italien knüpfte sie 1972 und 1974 durch Mitarbeit an den Ausgrabungen in Velia. 1974/75 hielt sie sich für einen längeren Forschungsaufenthalt in Rom auf, in jener Stadt, die später zu ihrem Lebensmittelpunkt werden sollte. Von 1980 bis 1983 war G. Jenewein Mitarbeiterin des Deutschen Archäologischen Instituts in Rom. 1984 begann ihre Zusammenarbeit mit dem ÖHI, zunächst im Rahmen von Projekten, 1987 wurde sie als erste Archäologin in der Geschichte des Instituts angestellt. Hier arbeitete sie über viele Jahre an ihrem Lebenswerk, der Erforschung der Architekturdekorationen der Caracallathermen. Die Ergebnisse wurden 2008 in drei Bänden in der Publikationsreihe des Instituts veröffentlicht. Anschließend gestaltete sie in Zusammenarbeit mit der Sopraintendenza per i beni culturali auch einen themenbezogenen Ausstellungsraum in den Caracallathermen. Über viele Jahre gehörte sie federführend dem Redaktionsteam der „Römischen Historischen Mitteilungen“ an, wo sie auch mehrere wissenschaftliche Beiträge publizierte. G. Jenewein trat Ende 2016 in den Ruhestand.

Das Österreichische Historische Institut, mit dem sie bis zuletzt eng verbunden blieb, trauert um eine hochgeschätzte und wertvolle Kollegin und Freundin.

 

Wednesday, September 12, 2018
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